Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Autor des Taschenbuches „Der Höhlenbär“
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Frage: Herr Probst, wie kamen Sie auf die Idee, ein Taschenbuch über den Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter zu schreiben?
Antwort: 2008 habe ich damit begonnen, über einige Tiere aus der Urzeit kleine Taschenbücher zu schreiben. Zuerst befasste ich mich mit dem Höhlenlöwen, dann mit der Säbelzahnkatze und zuletzt mit dem Höhlenbären. Dabei passierte mir immer dasselbe: Ich wollte eigentlich nur ein dünnes Bändchen mit nicht mehr als 100 Buchseiten produzieren, aber es wurden immer rund 300 Seiten mit vielen Abbildungen.
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Frage: Hat Sie beim Schreiben des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ etwas besonders fasziniert?
Antwort: Bei den Recherchen über den Höhlenbären ist mir immer mehr bewusst geworden, wie wenig Sicheres die Wissenschaft über dieses “pflanzenfressende Raubtier“ eigentlich weiß. In der Literatur gibt es sehr unterschiedliche Angaben über das erste zeitliche Auftreten, über das geographische Vorkommen und über die Lebensweise. So heißt es teilweise, der Höhlenbär sei nur Pflanzenfresser gewesen, aber auch, er habe mehr oder minder oft kleine Säugetiere gefressen. Die einen Autoren sprechen von einer Winterruhe, andere von einem Winterschlaf. Auch bei den Angaben über die Größe und das Gewicht gibt es große Unterschiede. Der angebliche Höhlenbärenkult der Urmenschen gilt heute zqwar als unwahrscheinlich, aber wer weiß, ob sich das nicht irgendwann wieder ändert.
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Frage: Erwähnen Sie in Ihrem Taschenbuch auch Fundorte von Höhlenbären?
Antwort: Die wichtigsten Fundorte von Höhlenbären in Deutschland, Österreich und in der Schweiz werden in einem eigenen Kapitel aufgezählt. Besonders viele Fundorte kennt man aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
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Frage: Welchen Höhlenbären-Fundort in Deutschland halten Sie für besonders bedeutend?
Antwort: Die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in Franken ragt unter den Fundorten besonders heraus, weil nach Funden von dort der Höhlenbär, der Höhlenlöwe und die Höhlenhyänen erstmals wissenschaftlich beschrieben wurden.
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Frage: Welcher Höhlenbären-Fundort hat Sie am meisten überrascht?
Antwort: Die Conturines-Höhle in Südtirol fasziniert mich besonders, weil diese in rund 2.800 Metern Höhle liegt und als der am höchsten gelegene Fundort mit Resten von Höhlenbären gilt. Dorthin haben sich auch Höhlenlöwen vorgewagt.
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Frage: Werden Sie weitere Taschenbücher über Tiere aus der Urzeit schreiben?
Antwort: Nach dem Höhlenbären sollte eigentlich das Mammut an die Reihe kommen. Aber danach habe ich mich in ein völlig anderes Thema verbissen, bei dem es um Biografien berühmter Frauen geht. Dieses Manuskript erfordert viel Arbeit und Zeit und wird sicherlich erst im Laufe von 2010 fertig.
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Frage: Wo kann man Ihre Taschenbücher über Höhlenbären, Höhlenlöwen und Säbelzahnkatzen kaufen?
Antwort: Auf der Webseite von „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de - dort gibt es auch preiswerte E-Books im PDF-Format –, in rund 1.000 Online-Buchshops und in jeder guten Buchhandlung.
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Bestellungen des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ bei:
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Freitag, 27. März 2009
Video: "Fedex Caveman Commercial"
Video: "Fedex Caveman Commercial" von "pinkishbubbles" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=UoRO1Y45p4M
Mittwoch, 18. März 2009
Höhlenlöwen in Berlin und Hamburg
Wiesbaden (welt-der-steinzeit) – Auch deutsche Städte mit heute teilweise Hunderttausenden von Einwohnern gehören zu den Fundorten mit Resten von Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) aus dem Eiszeitalter. Das beweisen Fossilien solcher bis zu 3,20 Meter langen und maximal 300 Kilogramm schweren Raubkatzen aus Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg, Leipzig und Berlin. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Der erste Fund von Höhlenlöwen-Resten in Stuttgart glückte schon 1700 in Cannstatt nahe der Uffkirche, wo damals die Entdeckung eines Mammuts für großes Aufsehen sorgte. Dabei hat man auch Zähne und zwei Zehenglieder eines Höhlenlöwen geborgen. Im Travertin-Steinbruch Biedermann in Stuttgart-Untertürkheim kamen ab 1929 zahlreiche Reste von Höhlenlöwen aus der Eem-Warmzeit (etwa 127.000 bis 115.000 Jahre) ans Tageslicht. Stuttgart-Zuffenhausen wurde bereits 1927 als Höhlenlöwen-Fundort erwähnt.
Im Stadtgebiet von Wiesbaden hat man vor allem Zähne und Knochen von riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) geborgen, die vor etwa 600.000 Jahren lebten. Ihr Name bezieht sich auf das ehemalige Dorf Mosbach bei Wiesbaden, wo beim Abbau von Sand und Kies immer wieder Reste eiszeitlicher Tiere, darunter auch Löwen, zum Vorschein kamen. Die Mosbacher Löwen waren mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern die größten Löwen in Europa. Anhand von Funden aus Mosbach bei Wiesbaden und Mauer bei Heidelberg beschrieb 1906 der Mainzer Paläontologe Wilhelm von Reichenau als Erster den Mosbacher Löwen.
Aus den Mosbacher Löwen, die heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter Länge übertrafen, sind vor etwa 300.000 Jahren die Höhlenlöwen entstanden. In Mosbach bei Wiesbaden, Wiesbaden-Biebricher Allee und in Wiesbaden-Schierstein hat man auch Reste von Höhlenlöwen entdeckt.
Ein Ellenknochen aus Hamburg-Harburg gilt als der nördlichste Fund eines eiszeitlichen Höhlenlöwen in Deutschland. In der Gegend des so genannten Hamburg-Harburger Urstromtals hat man auch Reste vom Mammut, Fellnashorn, Wisent, Rentier, Riesenhirsch, Wildpferd und Moschusochsen geborgen.
Am Alexanderplatz in Berlin kam während der 1930-er Jahre beim U-Bahn-Bau der Schädel eines Höhlenlöwen zum Vorschein. Reste eiszeitlicher Säugetiere – wie Mammut, Fellnashorn, Wildpferd, Elch, Wisent, Moschusochse, Höhlenlöwe und Wolf – sind in Berlin und Brandenburg seit mehr als 200 Jahren bekannt. In den Schottern und Sanden des so genannten Rixdorfer Horizontes hat man Tausende von Fossilien gefunden. Rixdorf ist ein alter Name für Neukölln. 1920 wurde es zusammen mit anderen Orten in Berlin eingemeindet. In Rixdorf gab es früher Kies- und Sandgruben.
In einer Sandgrube von Leipzig-Lindenthal kam der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwen ans Tageslicht. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix in den „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hatte sich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdeckten Mammuts einem Namen gemacht.
Gleich drei Fundorte von Eiszeit-Löwen liegen im Stadtgebiet von Weimar. Weimar-Süßenborn gilt als einer der wenigen deutschen Fundorte des erwähnten riesigen Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren. Dagegen hat man in Weimar-Ehringsdorf und Weimar-Taubach geologisch jüngere Reste von Höhlenlöwen geborgen.
Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 von dem Paläontologen Martin Walders auf der Baustelle für ein Nachklärbecken der Emscher-Kläranlage Bottrop-Welheim entdeckt und ausgegraben. Dabei handelt es sich um die rund zehn Meter lange Fährte eines Höhlenlöwen aus der Weichsel-Eiszeit vor etwa 35.000 bis 42.000 Jahren. Sie ist in der Eiszeithalle des Museums für Ur- und Ortsgeschichte (Quadrat Bottrop) zu bewundern.
Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.
Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2.
Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Sie stammen von schätzungweise 30 Höhlenlöwen! Nach Funden aus der Zoolithenhöhle hat 1810 der Arzt und Paläontologe Georg August Goldfuß erstmals den Höhlenlöwen wissenschaftlich beschrieben.
Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.
Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.
Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).
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Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html
Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.grin.com/tag/document/eiszeitloewen
Der erste Fund von Höhlenlöwen-Resten in Stuttgart glückte schon 1700 in Cannstatt nahe der Uffkirche, wo damals die Entdeckung eines Mammuts für großes Aufsehen sorgte. Dabei hat man auch Zähne und zwei Zehenglieder eines Höhlenlöwen geborgen. Im Travertin-Steinbruch Biedermann in Stuttgart-Untertürkheim kamen ab 1929 zahlreiche Reste von Höhlenlöwen aus der Eem-Warmzeit (etwa 127.000 bis 115.000 Jahre) ans Tageslicht. Stuttgart-Zuffenhausen wurde bereits 1927 als Höhlenlöwen-Fundort erwähnt.
Im Stadtgebiet von Wiesbaden hat man vor allem Zähne und Knochen von riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) geborgen, die vor etwa 600.000 Jahren lebten. Ihr Name bezieht sich auf das ehemalige Dorf Mosbach bei Wiesbaden, wo beim Abbau von Sand und Kies immer wieder Reste eiszeitlicher Tiere, darunter auch Löwen, zum Vorschein kamen. Die Mosbacher Löwen waren mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern die größten Löwen in Europa. Anhand von Funden aus Mosbach bei Wiesbaden und Mauer bei Heidelberg beschrieb 1906 der Mainzer Paläontologe Wilhelm von Reichenau als Erster den Mosbacher Löwen.
Aus den Mosbacher Löwen, die heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter Länge übertrafen, sind vor etwa 300.000 Jahren die Höhlenlöwen entstanden. In Mosbach bei Wiesbaden, Wiesbaden-Biebricher Allee und in Wiesbaden-Schierstein hat man auch Reste von Höhlenlöwen entdeckt.
Ein Ellenknochen aus Hamburg-Harburg gilt als der nördlichste Fund eines eiszeitlichen Höhlenlöwen in Deutschland. In der Gegend des so genannten Hamburg-Harburger Urstromtals hat man auch Reste vom Mammut, Fellnashorn, Wisent, Rentier, Riesenhirsch, Wildpferd und Moschusochsen geborgen.
Am Alexanderplatz in Berlin kam während der 1930-er Jahre beim U-Bahn-Bau der Schädel eines Höhlenlöwen zum Vorschein. Reste eiszeitlicher Säugetiere – wie Mammut, Fellnashorn, Wildpferd, Elch, Wisent, Moschusochse, Höhlenlöwe und Wolf – sind in Berlin und Brandenburg seit mehr als 200 Jahren bekannt. In den Schottern und Sanden des so genannten Rixdorfer Horizontes hat man Tausende von Fossilien gefunden. Rixdorf ist ein alter Name für Neukölln. 1920 wurde es zusammen mit anderen Orten in Berlin eingemeindet. In Rixdorf gab es früher Kies- und Sandgruben.
In einer Sandgrube von Leipzig-Lindenthal kam der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwen ans Tageslicht. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix in den „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hatte sich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdeckten Mammuts einem Namen gemacht.
Gleich drei Fundorte von Eiszeit-Löwen liegen im Stadtgebiet von Weimar. Weimar-Süßenborn gilt als einer der wenigen deutschen Fundorte des erwähnten riesigen Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren. Dagegen hat man in Weimar-Ehringsdorf und Weimar-Taubach geologisch jüngere Reste von Höhlenlöwen geborgen.
Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 von dem Paläontologen Martin Walders auf der Baustelle für ein Nachklärbecken der Emscher-Kläranlage Bottrop-Welheim entdeckt und ausgegraben. Dabei handelt es sich um die rund zehn Meter lange Fährte eines Höhlenlöwen aus der Weichsel-Eiszeit vor etwa 35.000 bis 42.000 Jahren. Sie ist in der Eiszeithalle des Museums für Ur- und Ortsgeschichte (Quadrat Bottrop) zu bewundern.
Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.
Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2.
Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Sie stammen von schätzungweise 30 Höhlenlöwen! Nach Funden aus der Zoolithenhöhle hat 1810 der Arzt und Paläontologe Georg August Goldfuß erstmals den Höhlenlöwen wissenschaftlich beschrieben.
Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.
Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.
Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).
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Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html
Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:
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Mittwoch, 11. März 2009
Höhlenlöwe aus Hamburg-Harburg

Hamburg (welt-der-steinzeit) – Ein Ellenknochen aus Hamburg-Harburg gilt als der nördlichste Fund eines eiszeitlichen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) in Deutschland. In der Gegend des so genannten Hamburg-Harburger Urstromtals kamen auch Reste vom Mammut, Fellnashorn, Wisent, Rentier, Riesenhirsch, Elch, Wildpferd und Moschusochsen zum Vorschein. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“.
In Norddeutschland sind bisher im Gegensatz zu Süddeutschland wenig Zähne und Knochen von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren entdeckt worden.
Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 9, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Dagegen wurden im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern noch keine Höhlenlöwen gefunden. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg und Berlin.
Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort fand man Reste von rund 30 Höhlenlöwen. Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren der Erde entdeckt wurden. Sie sind in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren entstanden.
Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind – Ernst Probst zufolge – die Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Sie sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckt hat. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor da. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.
Dienstag, 10. März 2009
Urmenschen mussten sich vor Raubkatzen fürchten

Wiesbaden (welt-der-steinzeit) – Die im Eiszeitalter vor etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren lebenden Urmenschen in Deutschland mussten sich vor etlichen großen Raubkatzen fürchten. Denn in diesem Abschnitt der Erdgeschichte existierten Löwen, Jaguare, Leoparden, Geparden, Pumas und Säbelzahnkatzen. Darauf weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Höhlenlöwen“ hin.
Vor rund einer Million Jahren jagten in Thüringen die löwengroße Säbelzahnkatze Homotherium mit eindrucksvollen Fangzähnen, die merklich kleinere Dolchzahnkatze Megantereon und sogar der Puma. Damals verfügten die Urmenschen noch über keine wirksamen Waffen, denn Lanzen, Speere sowie Pfeil und Bogen waren noch nicht erfunden. Wahrscheinlich beherrschten sie auch noch nicht das Feuer.
Waffenlos waren vermutlich auch die Urmenschen vor etwa 600.000 Jahren. Damals streiften in der Gegend von Wiesbaden in Hessen riesige Löwen umher, die eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Meter erreichten. Es waren die frühesten und größten Löwen in Deutschland. Man nennt sie Mosbacher Löwen, weil Reste von ihnen im Umkreis des ehemaligen Dorfes Mosbach bei Wiesbaden gefunden wurden. Zähne und Knochen solcher Riesenlöwen sind auch in Baden-Württemberg (Mauer bei Heidelberg) und in Nordrhein-Westfalen (Dechenhöhle in Iserlohn) zum Vorschein gekommen.
Zeitgenossen dieser Riesenlöwen waren Jaguare, Geparden und Säbelzahnkatzen, die ebenfalls im Raum Wiesbaden durch Funde nachgewiesen sind. Aus Mauer bei Heidelberg kennt man auch Reste von Leoparden zu dieser Zeit. Mauer ist der weltberühmte Fundort eines Unterkiefers des Heidelberg-Menschen.
In der Zeit vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren scheint Deutschland – nach vielen Funden zu schließen – ein wahres Paradies für Höhlenlöwen gewesen zu sein, die aus den Mosbacher Löwen hervorgegangen sind. Die Höhlenlöwen waren mit Schwanz bis zu 3,20 Meter lang, womit sie heutige Löwen in Afrika, die es auf etwa 2,90 Meter bringen, übertrafen. Männliche Höhlenlöwen wogen schätzungsweise mehr als 300 Kilogramm, rund 100 Kilo mehr als gegenwärtige Löwen. Auch während dieser Zeit gab es Leoparden und Säbelzahnkatzen im Gebiet von Deutschland.
Bei Begegnungen mit Höhlenlöwen waren Urmenschen nicht mehr wehrlos. Sie konnten ihnen mit Lanzen und Speeren entgegen treten, die es offenbar seit mehr als 300.000 Jahren erstmals gab. Löwen waren jetzt nicht mehr nur Jäger, sondern manchmal auch Gejagte. Unter den Speiseabfällen von Urmenschen in Thüringen vor über 300.000 Jahren befanden sich auch Reste von Eiszeit-Löwen.
Trotzdem hatten sogar noch die frühen Jetztmenschen vor ungefähr 30.000 Jahren großen Respekt vor Höhlenlöwen. Das lässt sich an aus Mammutelfenbein geschnitzten Figuren aus Süddeutschland ablesen, welche Körpermerkmale von Höhlenlöwen und Menschen hatten. Vielleicht stellten diese geheimnisvollen Mischwesen mysteriöse Ahnherren oder sogar Gottheiten dar?
Mittwoch, 18. Februar 2009
"Rekorde der Urmenschen" lesen
Wiesbaden (welt-der-steinzeit) – Leseproben aus dem Taschenbuch „Rekorde der Urmenschen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst kann man dank der „Google Buchsuche“ mit der Adresse http://books.google.de im Internet lesen. Dieses Taschenbuch informiert in Wort und Bild über Erfindungen, Kunst und Religion der Vormenschen, Frühmenschen, Altmenschen und frühen Jetztmenschen. Die Leseproben sind unter der Adresse http://books.google.de/books?id=4aHXe7z8dTcC&pg=PA11&lpg=PP1&dq=Rekorde+der+Urmenschen&output=html zu finden.
Aus dem Inhalt:
Wann, wo und wie lebten die ersten Vormenschen, Frühmenschen, Altmenschen und Jetztmenschen? Wie sahen sie aus, wie groß wurden sie, an welchen Krankheiten litten sie, welche Kleidung und welchen Schmuck trugen sie, wie haben sie gewohnt, was haben sie gegessen und getrunken, und was haben sie geglaubt?
Auf alle diese und viele andere Fragen soll das Taschenbuch "Rekorde der Urmenschen" eine Antwort geben. Es schildert die Entwicklung von noch affenähnlichen Vormenschen bis zu vernunftbegabten Jetztmenschen jener Art, zu der auch wir gehören.
Die ersten Behausungen des Menschen werden ebenso behandelt wie die frühesten Siedlungen, Befestigungsanlagen, Seeufersiedlungen, Tempel, Möbel, Kleidungs- und Schmuckstücke, Werkzeuge, Waffen, Haustiere, Musikinstrumente und Kunstwerke. Außerdem erfährt man viel über die Krankheiten und Verletzungen unserer frühen Vorfahren, die ersten Operationen und die Medizinmänner der Steinzeit.
Weitere Themen sind die Tiere, die von Menschen gejagt wurden, die Anfänge der Religion mit den ersten Bestattungen, Kannibalismus und Menschenopfern, die frühesten Tauschgeschäfte, Boote, Wagen, Straßen, Reittiere, der Beginn von Ackerbau und Viehzucht sowie Töpferei, die früheste Nutzung von Metallen und die erste Schrift.
Das Wissen über diese "Rekorde der Urmenschen" ist in unzähligen Büchern, Fachpublikationen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln verstreut, die häufig den Laien nicht bekannt, zugänglich und manchmal auch nicht verständlich sind, dass sie in fremden Sprachen oder einer zu wissenschaftlichen Sprache abgefasst wurden. Das Material für das vorliegende Buch wurde durch intensives Literaturstudium in Fachbibliotheken, durch Briefe und Gespräche mit Spezialisten zusammengetragen und in allen Fällen überprüft.
Jeder der erwähnten "Rekorde der Urmenschen" kann durch einen neuen spektakulären Fund übertroffen werden. Denn die Erforschung der Vergangenheit von Menschen und den Erfindungen unserer Vorfahren steht nicht still. Was heute gilt, kann morgen schon überholt sein. So ist dieses Buch lediglich der Versuch einer Momentaufnahme des gegenwärtigen Wissensstandes.
Die Texte des Taschenbuches "Rekorde der Urmenschen" stammen aus dem Werk "Rekorde der Urzeit" (1992) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter Rechtschreibung. Daraus entstanden 2008 zwei Bände: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen "Rekorde der Urzeit" (Landschaften, Pflanzen, Tiere) und "Rekorde der Urmenschen".
Bestellungen des Taschenbuches „Rekorde der Urmenschen“ beim Buchgroßhändler „Libri“:
http://www.libri.de/shop/action/quickSearch?searchString=Rekorde+der+Urmenschen
Mittwoch, 26. November 2008
"Neandertaler-Zeitung" informiert über Neandertaler
Video: "Neandertaler vs Mammut" von "Piana1983" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=ADc2u21T4vM
Wiesbaden (welt-der-steinzeit) - Der Neandertaler, der bekannteste Ur-Mensch der Welt, steht im Mittelpunkt der "Neandertaler-Zeitung". Genau genommen handelt es sich dabei um ein Weblog, das ausschließlich über den Neandertaler berichtet. Die Beiträge werden - wenn möglich - mit Bildern und Videoclips garniert. Frühe und späte Neandertaler existierten vor etwa 300.000 bis 35.000 Jahren auf der Erde. Der Name Neandertaler beruht auf dem Neandertal bei Düsseldorf-Mettmann, wo 1856 Skelettreste eines Neandertalers entdeckt wurden. Die "Neandertaler-Zeitung" ist unter der Adresse http://neandertaler-zeitung.blogspot.com im Internet zu finden. Zum Themenangebot gehören Informationen über neue Funde, Erkenntnisse, Museen, Ausstellungen, Bücher, CD-ROMs, DVDs, Videos, Filme und Webseiten.
Die ersten frühen Neandertaler existierten bereits vor etwa 300000 Jahren in Europa. Sie werden jedoch unterschiedlich bezeichnet. Ein Teil der Wissenschaftler nennt sie frühe Neandertaler oder Vorneandertaler (Anteneandertaler) oder Homo sapiens anteneandertalensis. Andere Experten sprechen dagegen von einer Praesapiens-Stufe (Homo sapiens praesapiens) oder von Steinheim-Menschen (Homo sapiens steinheimensis), weil einer der aussagekräftigsten Funde aus dieser Zeit in Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg zum Vorschein kam. Weitere Funde dieses Typs kennt man aus England (Swanscombe) und Frankreich (Lazaret-Höhle bei Nizza, Fontéchevade in Südfrankreich und Montmaurin in den französischen Pyrenäen). Die frühen Neandertaler besaßen ein etwa 1300 bis 1500 Kubikzentimeter großes Gehirn, einen kräftigen Überaugenwulst, eine flache Stirn und ein fliehendes Kinn. Die Neandertaler werden als Altmenschen oder Paläanthropinen bezeichnet.
Die ersten späten Neandertaler – auch „klassische Neandertaler“ genannt – sind zu Beginn der Würm-Eiszeit vor etwa 115000 Jahren nachweisbar. Sie behaupteten sich bis vor etwa 35000 Jahren und verschwanden dann aus bisher ungeklärten Gründen. Die späten oder klassischen Neandertaler wurden zunächst Homo neanderthalensis genannt, inzwischen bezeichnet man sie als Homo sapiens neanderthalensis. Diesen Begriff führte 1931 der Wittenberger Ornithologe und Theologe Otto Kleinschmidt (1870-1954) ein. Die späten Neandertaler hatten einen robusten Körperbau mit sehr massiven Extremitätenknochen, die im Unterarm und Oberschenkel oft stark gebogen waren. Sie besaßen eine flache Stirn, ein durchschnittlich 1500 Kubikzentimeter großes Gehirn, kräftige Überaugenwülste, massive Vorderzähne und starke Muskeln. Späte Neandertaler lebten in West-, Mittel- und Osteuropa. Sie wohnten in Höhlen, unter Felsdächern und in zeltartigen Behausungen, jagten mit Stoßlanzen und Wurfspeeren unter anderem Elefanten, Nashörner, Wildpferde, Hirsche, Rentiere und Bären. Außerdem gelten sie als die ersten Urmenschen, die ihre Toten sorgfältig bestatteten und vermutlich bereits religiöse Vorstellungen entwickelten.
Weitere "Rekorde der Urmenschen" im gleichnamigen Taschenbuch von Ernst Probst
Bestellungen beim Buchgroßhändler "Libri":
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7673392/ernst_probst_rekorde_der_urmenschen_3640146395.html
Sonntag, 23. November 2008
Interview mit Dick Mol: Wie wird man Mammut-Experte?
Dick Mol bei einer Ausgrabung. Foto: Wilrie van Logchem
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Interview mit Dick Mol, international anerkannter niederländischer Mammut-Experte aus Hoofddorp bei Amsterdam
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Frage: Herr Mol, seit wann interessieren Sie sich für Mammuts?
Antwort: Ich habe 1968 angefangen Fossilien zu sammeln. Damals wohnte ich an der deutsch-niederländischen Grenze in Winterswijk. Die Umgebung von Winterswijk gilt als ein so genannte geologisches Mosaik. Dort gibt es einen sehr großen Steinbruch mit Gesteinen aus der Trias, genauer gesagt aus dem Muschelkalk. In verschiedenen Bachbetten liegen Schichten aus dem Jura und so weiter. In manchen Tongruben findet man Ablagerungen aus dem Oligozän und Miozän. Überall konnten Fossilien gefunden werden. Ich habe dort sehr viel entdeckt. Die Fossilien – wie Fußabdrücke von Nothosauriern oder Ammoniten, Belemniten, Haifischzähne und vor allem Walknochen aus dem Miozän – habe ich immer dem Geologischen Museum in Leiden geschenkt. Dieses Museum in Leiden hiess damals "Rijksmuseum van Geologie en Mineralogie". Heute ist es zusammen mit dem "Rijksmuseum voor Natuurlijke Historie" untergebracht im "Nationaal Natuurhistorisch Museum Naturalis" zu Leiden. Als ich dort das erste Mal hinkam, habe ich die sehr umfangreiche Sammlung von Mammutknochen auf dem Dachboden gesehen. Davon war ich sehr beeindruckt. Mammuts, nein, davon konnte man in meiner Gegend keine Überreste sammeln.
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Frage: Was fasziniert Sie an Mammuts?
Antwort: Mammute kennt jeder. Aber es gibt sehr viele Annahmen, die nicht richtig sind. Diese falschen Annahmen möchte ich korrigieren. Nein, Mammute, und damit meine ich das Wollhaar- Mammut (Mammuthus primigenius) haben nicht in Schnee und Eis gelebt. Mammute sind Elefanten, brauchen sehr viel Futter, etwa 180 bis 200 Kilogramm am Tag, und das haben diese Tiere nicht auf verschneiten Tundren gefunden. Nein, Mammute sind gar nicht so groß, wie man denkt, und sie haben auf trockenen Grassteppen gelebt. Von England im Westen über ganz Europa, Asien bis nach Nord-Amerika gab es im Spätglazial der Weichsel-Eiszeit eine Mammut-Steppe: kalt und trocken. Bäume wuchsen kaum.
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Frage: Haben Sie in Ihrem Beruf mit Mammuts zu tun?
Antwort: Am Flughafen Amsterdam bin ich als Zollbeamter tätig. Unter anderem bin ich Sachbearbeiter für das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (Cites). Ja, Elfenbein von Mammuts aus dem Dauerfrostboden und auch daraus hergestellte Objekte sehe ich öfters vorbei kommen und erkenne sie auch sofort. Habe aber auch zu tun mit Elfenbein von heutigen Elefanten aus Afrika und auch aus Asien. Obwohl der Handel mit Elfenbein nicht gestattet ist, werden doch noch regelmäßig Schmuggler gefasst. Meine Kenntnisse über Elefanten im Allgemeinem sind dann ein großer Vorteil.
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Frage: Wie wird man – so wie Sie – zum international anerkannten Mammut-Experten?
Antwort: Seit Anfang der 1970-er Jahre war ich befreundet mit Dr. Paul Sondaar, einem inzwischen verstorbenen niederländischen Paläontologen von der Universität Utrecht. Von ihm habe ich sehr viel gelernt. Mit ihm war ich sehr viel unterwegs. Viele Fundstellen, aber auch internationale Konferenzen haben wir gemeinsam besucht. 1983 hat er mich zu einer Konferenz auf Sardinien eingeladen. Dort habe ich dann meinen ersten Vortrag über Rüsseltier-Reste vom Nordseeboden gehalten. Dabei ging es über Mastodonten aus dem Pliozän, die ersten Mammuts in Europa, über Waldelefanten aus der Eem-Warmzeit bis zum Wollhaar-Mammut. Das war ein großer Erfolg. Danach kamen Einladungen aus aller Welt.
1997 habe ich zusammen mit Bernard Buigues aus Paris ein großes Projekt in Sibirien angefangen: „Who or what killed the Mammoths?“. Bei diesem Projekt war ich verantwortlich für die wissenschaftliche Koordination. Ich habe ein großes Team aufgebaut mit über 40 Wissenschaftlern aus aller Welt. Damals habe ich viele neue Ideen entwickelt, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt ein ganz anderes Bild vom Mammut und dem Aussterben dieses Eiszeit-Riesen haben.
Dazu kommt, dass ich natürlich 100-prozentige Freiheit habe. Ich bin als ehrenamtlicher Forscher tätig am Naturhistorischen Museum in Rotterdam. Zusammen mit dem Musee Crozatier in le Puy-en-Velay, Haute Loire, Frankreich, unternehme ich eigene Expeditionen. Es scheint so, dass die Medien immer an eiszeitlichen Säugetieren wie Mammuts als Eiszeit-Symbol interessiert sind. Ob ich jetzt in Weimar in Deutschland bin oder in Basel in der Schweiz oder im Yukon in Kanada, immer werde ich gebeten, Vorträge zu halten und mit Journalisten zu sprechen. Das mache ich gerne, und das Interessante daran ist, dass ich immer davon lerne. Die Gespräche gehen natürlich über Mammuts und so weiter, aber immer wird geforscht, warum ich nicht mein Geld damit verdiene. Ich mache die Paläontologie aus Liebe.
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Frage: Das Mammut wurde 1799 von dem deutschen Gelehrten Johann Friedrich Blumenbach als Erster wissenschaftlich beschrieben, weiß man heute alles über dieses Rüsseltier?
Antwort: Ja, wir denken, dass wir alles wissen, aber immer gibt es noch etwas zu lernen. Dass die Mammuts ausgestorben sind, weiß jeder. Aber was hat das Aussterben verursacht. Darüber sind wir noch nicht klar. Interdisziplinäre Studien können dazu beitragen. Wie hat die Umwelt des Mammuts ausgesehen, warum ist ihr Biotop verschwunden? Da gibt es noch viel zu lernen. Haben die Mammuts ein Sozialleben geführt wie die heutigen Elefanten? Darüber wissen wir sehr wenig. Auch da können wir von den Fossilien noch sehr viel erfahren. Darum muss das Fach Säugetierpaläontologie unterstützt werden. Wenn wir die Vergangenheit der Tiere verstehen, sind wir vielleicht in der Lage die Tiere in Afrika erfolgreicher zu schützen.
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Frage: Wie hoch und schwer waren die größten Mammute?
Antwort: Während des Eiszeitalters (Pleistozäns) vor etwa 2,6 Millionen bis 11.500 Jahren vor heute hat es in Europa drei verschiedene Mammuts gegeben. Im Früh-Pleistozän das Südliche Mammut, (Mammuthus meridionalis) mit einer Schulterhöhe von 4,20 Meter, im Mittel-Pleistozän das Steppenmammut (Mammuthus trogontheri), und im Spät-Pleistozän das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius). Davon ist das Wollhaar-Mammut das kleinste mit einer Durchschnitts-Schulterhöhe von etwa 2,60 Meter und einem Gewicht von etwa 4.000 bis 5.000 Kilogramm. Wir müssen aber berücksichtigen, dass bei Mammuts die männlichen Tiere erheblich größer als die weiblichen Tiere waren. Auch haben die männlichen Tiere größere, längere und mehr spiralförmig gekrümmte Stosszähne gehabt.
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Frage: Warum sind nach Ihrer Meinung die Mammuts ausgestorben?
Antwort: Das Aussterben von Großsäugetieren am Ende des Eiszeitalters wurde durch Klimaänderungen verursacht. Durch diese dramatischen Veränderungen ist die Umwelt des Mammuts verschwunden und damit auch das Mammut selbst.
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Frage: Kann man aus dem Erbgut von Mammut-Mumien ein Mammut wieder auferstehen lassen?
Antwort: Nein, ich bin davon überzeugt, dass die Wiederauferstehung des Mammuts unmöglich ist. Dafür bräuchte man intaktes Erbgut, und das ist im Dauerfrostboden Sibiriens nicht vorhanden.
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Frage: Gibt es falsche Meinungen über Mammuts?
Antwort: Ja, sehr viele. Erstens: es hat verschiedene Arten gegeben. Die Mammuts waren nicht sehr groß. Mammuts haben nicht alle sehr große Stoßzähne gehabt und sie haben vor allem nicht in Schnee und Eis gelebt. Mammuts haben die spätpleistozäne Mammutsteppe bewohnt. Mammuts sind wie Elefanten in Afrika sehr soziale Tiere gewesen.
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Frage: Sie haben oft an der Bergung von Mammuts teilgenommen, welche Entdeckungen werden Sie nie vergessen?
Antwort: Ich werde keine vergessen. Von allen Entdeckungen und Ausgrabungen werden viele Notizen gemacht, alles wird sehr gut dokumentiert. Darüber hinaus haben wir auch immer einen professioneller Fotografen mit dabei. Aber das 1998/1999 ausgegrabene Jarkov- Mammut hat einen großen Eindruck bei mir hinterlassen. Als wir anfingen, in der Eishöhle von Khatnaga auf der Taymir-Halbinsel im Arktischen Sibirien mit Heißluftgebläsen das Mammut aufzutauen, hat es sehr stark gestunken. Als ob man den Stall der Elefanten in einem Zoo betritt. Für mich war es ein herrlicher Geruch. So hat ein Mammut gerochen. Das war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
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Frage: Ist in den Niederlanden die Suche nach Mammut-Fossilien erlaubt?
Antwort: Ja, das ist erlaubt. Es gibt in den Niederlanden sehr viele Überreste von eiszeitlichen Großsäugetieren. Die kleinen Museen haben oft sehr große Sammlungen. Auch gibt es sehr viele Amateure, die sehr gut dokumentierte Sammlungen betreuen. 350 Sammler von eiszeitliche Säugetieren gibt es in diesem kleinen Land und auch noch sehr gut organisiert in der WPZ, der Arbeitsgruppe Pleistozäne Säugetiere, siehe http://www.pleistocenemammals.com
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Dick Mol mit Fossilfund aus der Nordsee. Foto: Rene Bleuanus
Frage: Beim Fischfang in der Nordsee werden immer wieder Knochen oder Zähne von Tieren aus dem Eiszeitalter in den Netzen entdeckt, welche Arten sind am meisten im Fundgut vertreten?
Antwort: Wir können verschiedene pleistozäne Faunen aus der Nordsee unterscheiden: Früh, mittel- und spätpleistozäne und auch frühholozäne Faunen. Es sind komplette Faunenlisten bekannt. Eine dieser Faunen möchte ich kurz erwähnen: Die spätpleistozäne Mammut-Fauna mit Tieren wie Wollhaar-Mammut, Wollhaar-Nashorn, Pferd, Steppenbison, Riesenhirsch, Rentier, Otter, Biber, Moschusochse, Höhlenlöwe, Säbelzahnkatze, Bär, Vielfraß, Fuchs, Hyäne, Hasen und viele andere.
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Frage: Besitzen Sie eine Sammlung von Mammut-Fossilien und welche Funde liegen Ihnen am meisten am Herzen?
Antwort: In meiner Privatsammlung, die eines Tages in einem Museum untergebracht werden soll, befinden sich über 20.000 Mammut-Teile. Nicht nur Knochen und Backenzähne, sondern auch Weichteile aus dem Dauerfrostboden Sibiriens und Nord-Amerikas. Dazu auch Überreste von anderen Tieren aus dem ganzen Eiszeitalter: Riesenhirsche, Rinder, Raubtiere, Antilopen und so weiter. In der Gefriertruhe liegt seit 1997 ein Pfund Mammutfleisch aus Sibirien. Das ist ein ungewöhnliches Fossil. Außerdem besitze ich Kot von Mammuts aus Nord-Amerika und Sibirien.
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Friedje Mol bei der Ausgrabung eines Mammutschädels in der Auvergne (Frankreich) 2008. Foto: Frederic Lacombat
Frage: Teilen Ihre Frau Friedje und Ihre zwei Kinder Ihre Begeisterung für Mammute?
Antwort: Ja, die kennen mich nicht anders als einen leidenschaftlicher Sammler und Untersucher. Darüber hinaus bin ich sehr oft im Ausland. Meine Frau Friedje geht öfters mit, war mit in Sibirien, auf den Channel Islands vor der Küste von Kalifornien, Patagonien und so weiter. Sie hatte das Erlebnis, ein komplettes Skelett von Mammuthus exillis auf Santa Rosa mit auszugraben. Das ist ein Zwerg-Mammut mit etwa 1,60 Meter Schulterhöhe. Meine Kinder sind schon längere Zeit selbstständig und wohnen nicht mehr daheim.
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Frage: Gibt es in den Niederlanden ein Museum, das besonders interessante Mammut-Funde zeigt?
Antwort: Ich kenne fast alle Mammut-Sammlungen auf der Welt. Das Naturhistorische Museum Naturalis in Leiden ist – was Mammute betrifft – das größte der Welt. Ich kenne die Sammlungen sehr gut. Die Sammlungen sind so umfangreich, dass wir vor 10 Jahren in der Lage waren, ein sehr schönes Mammut-Skelett daraus aufzubauen. Das Skelett ist jetzt der „Eye-Catcher“ des Museums.
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Frage: Sie sind einer der Autoren eines Buches über Säbelzahnkatzen, wie kam es dazu?
Antwort: Als wir einen Unterkieferast von einer Säbelzahnkatze in der Nordsee entdeckt haben und feststellten, dass es sich um die Gattung Homotherium aus dem Spätpleistozän (nur 28.000 Jahre vor heute) handelt, war die Hölle los. Keiner hatte gedacht, dass die Säbelzahnkatzen in Nordwest-Europa noch so lange vorkamen. Jetzt ist das weltweit akzeptiert. Es hat uns viel Arbeit und Energie gekostet, die Untersuchungen (darunter viele Vergleichsstudien im Ausland, sechs Radiocarbon-Altersdatierungen und verschiedene Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Publikationen) durchzuführen. Deshalb haben wir uns entschlossen, all unsere Erkenntnisse über diesen Sensationsfund in einem allgemein verständlichen Buch zu publizieren . Wenn ich den Besprechungen des Buches glauben darf, dann ist es gut gelungen. Es ist jetzt nicht nur in niederländischer, sondern auch in englischer Sprache erhältlich.
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Frage: Erhalten Sie in Ihrer Eigenschaft als Mammut-Experte viele Anfragen von Laien und anderen Experten?
Antwort: Ja, täglich und aus aller Welt. Heutzutage geht das dank des Internet ja sehr schnell. Es ist einfach, Adressen zu bekommen, wo man Fragen stellen kann. Im Durchschnitt habe ich etwa 20 bis 30 Nachfragen pro Tag. Mammute haben fast überall in der nördlichen Hemisphäre gelebt und ihre Überreste werden tagtäglich gefunden. Man möchte fast immer wissen, was haben wir denn da!
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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst
http://wissenschafts-news.blog.de und
http://mammut-zeitung.blogspot.com
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Buch von Dick Mol in Deutsch:
Dick Mol / Christian de Marliave / Bernard Buigues: Mammutsuche in Sibirien.
Roseni Verlag, ISBN 3981046927
http://www.amazon.de/Mammutsuche-Sibirien-Dick-Mol/dp/3981046927
"Mammut-Zeitung": Nachrichten über das Mammut
Video: "Prehistoric Mammoth Discovered" von "itn" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=jl73TOqid0w
A baby mammoth which died 37000 years ago could unlock the genetic map of some extinct animals. It's the best preserved prehistoric animal
Wiesbaden (welt-der-steinzeit) - Mammute bzw. Mammuts gehören zu den bekanntesten Tieren aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) vor etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren. Diese mehr als drei Meter hohen Rüsseltiere lebten in der Zeit von etwa 250.000 bis 10.000 Jahren und in einigen Gebieten der Erde sogar noch einige tausend Jahre länger.
Mammute bzw. Mammuts stehen im Mittelpunkt des Weblogs "Mammut-Zeitung", die nur im Internet unter der Adresse http://mammut-zeitung.blogspot.com erscheint. Die "Mammut-Zeitung" veröffentlicht Texte, Bilder und Videoclips über diese faszinierenden Rüsseltiere.
Das Themenangebot umfasst Beiträge über neue Entdeckungen und Erkenntnisse, sehenswerte Museen, Sonderausstellungen, interessante Bücher, E-Books, CD-ROMs, DVDs, Videos, Filme und über Wissenschaftler oder Sammler, die sich mit dem Mammut beschäftigen. Garniert werden die Texte mit Fotos, Zeichnungen und Videoclips.
Erster Interviewpartner der "Mammut-Zeitung" war der niederländische Mammut-Experte Dick Mol. Weitere Interviews werden folgen.
Donnerstag, 20. November 2008
Video: Der größte Stoßzahn der Welt
Video: "World largest tusks" von "Zisopoulos" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=WJPB4Vdy70A
Beschreibung des Videoclips:
The largest mastodonts tusks found in Hellas under the supervision of dr. of palaiontology Eagelia Tsoukala. Date: Summer 2007. Tusks length:5.2meters.
Video: "Grevena vid. Mamuth" von "Zisopoulos" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=yCMDHJSTYZE
Säbelzahnkatzen im Nordseeland
Rekonstruktion der Säbelzahnkatze Homotherium
Rotterdam (welt-der-steinzeit) - Der erste Fund einer Säbelzahnkatze aus Nordwest-Europa ist vor der Küste von Ostengland geglückt. Dort holte Anfang August 2008 ein niederländischer Fischkutter ein Fragment von einem mehr als 850.000 Jahre alten Oberarmknochen der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens vom Nordseegrund ans Tageslicht. Dabei handelt es sich vermutlich um den Rest eines männlichen Tieres.
Der sensationelle Fund wurde von den niederländischen Wissenschaftlern Dick Mol und Wilrie van Logchem identifiziert. Mol arbeitet am Natural History Museum Rotterdam und befasst sich mit der fossilen Tierwelt der Nordsee. Van Logchem ist Spezialist für ausgestorbene Katzen.

Paläontologe Dick Mol aus Rotterdam mit Mammutknochen
Die beiden niederländischen Forscher haben das Oberarmknochen-Fragment aus der Nordsee mit Funden aus der Sammlung der Forschungsstelle für Quartärpaläontologie in Weimar verglichen, die von dem Paläontologen Ralf Dietrich Kahlke geleitet wird. Zur Weimarer Sammlung gehört unter anderem ein beschädigter linker Oberarmknochen der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens von Untermaßfeld bei Meiningen in Thüringen mit einem geologischen Alter von mehr als einer Million Jahren. Untermaßfeld gilt weltweit als eine der bedeutendsten Fundstellen von Fossilien aus dem Eiszeitalter. Von dort kennt man auch die Säbelzahnkatze Megantereon cultridens.
Das Oberarmknochen-Fragment aus der Nordsee stammt nach dem Vergleich mit den Funden aus Weimar eindeutig von der Säbelzahnkatzen-Art Homotherium crenatidens, die in Deutschland auch von Wiesbaden (Mosbach-Sande) und Mauer bei Heidelberg (Mauerer Sande) bekannt ist. Jünger als diese Spezies ist die Säbelzahnkatzen-Art Homotherium latidens.
Die Säbelzahnkatze Homotherium erreichte eine Schulterhöhe von etwa 1,10 Meter, was einem heutigen Löwen entspricht. Ihr Gewicht wird auf etwa 170 bis zu 400 Kilogramm geschätzt. Als Durchschnittsgewicht werden rund 250 Kilogramm genannt.
Lange glaubte man, die Säbelzahnkatzen-Gattung Homotherium sei in Europa bereits im Eiszeitalter vor etwa 500.000 oder 300.000 Jahren ausgestorben. Doch im März 2000 wurde in der Nordsee, die im Eiszeitalter zeitweise Festland („Nordseeland“) gewesen war, ein nur etwa 28.000 Jahre alter Unterkieferast der Säbelzahnkatze Homotherium latidens entdeckt. Dieses südwestlich der Braunen Bank aufgefischte Fossil gilt als jüngster Fund einer Säbelzahnkatze in Europa und Asien.
Funde von Raubkatzen aus der Nordsee sind große Raritäten. Meistens werden in der Nordsee Zähne oder Knochen von Mammuten oder anderer Herdentiere aus dem Eiszeitalter geborgen.
Mit dem aufsehenerregenden Fund des Säbelzahnkatzen-Unterkiefers von 2000 befasst sich das Buch „De Sabeltand Tijger“ von Dick Mol, Wilrie van Logchem, Kees van Hooijdonk und Remie Bakker. Das Buch ist in niederländischer und englischer Sprache erschienen und unter der Internetadresse http://www.drukware.nl/component/page,shop.product_details/flypage,shop.flypage/product_id,6/category_id,4/manufacturer_id,0/option,com_virtuemart/Itemid,20 erhältlich.
Weblink:
http://www.sabeltandtijger.eu
Dienstag, 4. November 2008
Webseite informiert über Tiere der Urzeit
Langenau (welt-der-steinzeit) - "Tiere der Urzeit. Giganten des Lonetals" heißt eine sehr interessante Webseite. Deren Internetadresse http://www.lonetal.net/urtiere.html sollte man sich merken, wenn man ein Faible für imposante Tiere aus dem Eiszeitalter hat. Denn sie informiert in Wort und Bild über das Mammut, Wollnashorn, den Riesenhirsche, Höhlenlöwen, Höhlenbär, das Rentier und die Säbelzahnkatze. Wenn man diese Seiten ausdruckt, hat man ein kleines Buch.
Montag, 8. September 2008
"Rekorde der Urmenschen" in einem Taschenbuch
Wiesbaden (welt-der-steinzeit) - Wann, wo und wie lebten die ersten Vormenschen, Frühmenschen, Altmenschen und Jetztmenschen? Wie sahen sie aus, wie groß wurden sie, an welchen Krankheiten litten sie, welche Kleidung und welchen Schmuck trugen sie, wie haben sie gewohnt, was haben sie gegessen und getrunken, und was haben sie geglaubt?
Auf alle diese und viele andere Fragen soll das Taschenbuch "Rekorde der Urmenschen" von Ernst Probst eine Antwort geben. Es schildert die Entwicklung von noch affenähnlichen Vormenschen bis zu vernunftbegabten Jetztmenschen jener Art, zu der auch wir gehören.
Die ersten Behausungen des Menschen werden ebenso behandelt wie die frühesten Siedlungen, Befestigungsanlagen, Seeufersiedlungen, Tempel, Möbel, Kleidungs- und Schmuckstücke, Werkzeuge, Waffen, Haustiere, Musikinstrumente und Kunstwerke. Außerdem erfährt man viel über die Krankheiten und Verletzungen unserer frühen Vorfahren, die ersten Operationen und die Medizinmänner der Steinzeit.
Weitere Themen sind die Tiere, die von Menschen gejagt wurden, die Anfänge der Religion mit den ersten Bestattungen, Kannibalismus und Menschenopfern, die frühesten Tauschgeschäfte, Boote, Wagen, Straßen, Reittiere, der Beginn von Ackerbau und Viehzucht sowie Töpferei, die früheste Nutzung von Metallen und die erste Schrift.
Das Wissen über diese "Rekorde der Urmenschen" ist in unzähligen Büchern, Fachpublikationen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln verstreut, die häufig den Laien nicht bekannt, zugänglich und manchmal auch nicht verständlich sind, daß sie in fremden Sprachen oder einer zu wissenschaftlichen Sprache abgefaßt wurden. Das Material für das vorliegende Buch wurde durch intensives Literaturstudium in Fachbibliotheken, durch Briefe und Gespräche mit Spezialisten zusammengetragen und in allen Fällen überprüft.
Jeder der erwähnten "Rekorde der Urmenschen" kann durch einen neuen spektakulären Fund übertroffen werden. Denn die Erforschung der Vergangenheit von Menschen und den Erfindungen unserer Vorfahren steht nicht still. Was heute gilt, kann morgen schon überholt sein. So ist dieses Buch lediglich der Versuch einer Momentaufnahme des gegenwärtigen Wissensstandes.
Die Texte des Taschenbuches "Rekorde der Urmenschen" stammen aus dem Werk "Rekorde der Urzeit" (1992) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter Rechtschreibung. Daraus entstanden 2008 zwei Bände: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen "Rekorde der Urzeit" (Landschaften, Pflanzen, Tiere) und "Rekorde der Urmenschen".
Das Taschenbuch "Rekorde der Urmenschen" ist für 18,99 Euro erhältich beim Buchgroßhändler "Libri" unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7673392/ernst_probst_rekorde_der_urmenschen_3640146395.html sowie bei rund 100 Online-Buchshops wie http://www.amazon.de
Auf alle diese und viele andere Fragen soll das Taschenbuch "Rekorde der Urmenschen" von Ernst Probst eine Antwort geben. Es schildert die Entwicklung von noch affenähnlichen Vormenschen bis zu vernunftbegabten Jetztmenschen jener Art, zu der auch wir gehören.
Die ersten Behausungen des Menschen werden ebenso behandelt wie die frühesten Siedlungen, Befestigungsanlagen, Seeufersiedlungen, Tempel, Möbel, Kleidungs- und Schmuckstücke, Werkzeuge, Waffen, Haustiere, Musikinstrumente und Kunstwerke. Außerdem erfährt man viel über die Krankheiten und Verletzungen unserer frühen Vorfahren, die ersten Operationen und die Medizinmänner der Steinzeit.
Weitere Themen sind die Tiere, die von Menschen gejagt wurden, die Anfänge der Religion mit den ersten Bestattungen, Kannibalismus und Menschenopfern, die frühesten Tauschgeschäfte, Boote, Wagen, Straßen, Reittiere, der Beginn von Ackerbau und Viehzucht sowie Töpferei, die früheste Nutzung von Metallen und die erste Schrift.
Das Wissen über diese "Rekorde der Urmenschen" ist in unzähligen Büchern, Fachpublikationen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln verstreut, die häufig den Laien nicht bekannt, zugänglich und manchmal auch nicht verständlich sind, daß sie in fremden Sprachen oder einer zu wissenschaftlichen Sprache abgefaßt wurden. Das Material für das vorliegende Buch wurde durch intensives Literaturstudium in Fachbibliotheken, durch Briefe und Gespräche mit Spezialisten zusammengetragen und in allen Fällen überprüft.
Jeder der erwähnten "Rekorde der Urmenschen" kann durch einen neuen spektakulären Fund übertroffen werden. Denn die Erforschung der Vergangenheit von Menschen und den Erfindungen unserer Vorfahren steht nicht still. Was heute gilt, kann morgen schon überholt sein. So ist dieses Buch lediglich der Versuch einer Momentaufnahme des gegenwärtigen Wissensstandes.
Die Texte des Taschenbuches "Rekorde der Urmenschen" stammen aus dem Werk "Rekorde der Urzeit" (1992) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter Rechtschreibung. Daraus entstanden 2008 zwei Bände: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen "Rekorde der Urzeit" (Landschaften, Pflanzen, Tiere) und "Rekorde der Urmenschen".
Das Taschenbuch "Rekorde der Urmenschen" ist für 18,99 Euro erhältich beim Buchgroßhändler "Libri" unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7673392/ernst_probst_rekorde_der_urmenschen_3640146395.html sowie bei rund 100 Online-Buchshops wie http://www.amazon.de
Dienstag, 5. August 2008
Video: "Cueva de Altamira"
Video: "Cueva de Altamira" von "artehistoriacom" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=4TqdMEo4vXU
Sonntag, 6. Juli 2008
Video: "Dolmens in the netherlands"
Video: "Dolmens in the netherlands" von "SjpielseWolf" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=dJr_sa6nBck
Beschreibung des Videoclips:
A slideshow of my own pictures of dolmens and gravehills here in my area, and a couple of places in nature which also are quite important to me
:-)
The music is by Mari Boine
*
Dolmen (bretonisch: Steintisch) heißt ein aus großen Steinblöcken errichtetes vorgeschichtliches Bauwerk, das u. a. den „Megalithkulturen“ der europäischen Jungsteinzeit und der Bronzezeit zugerechnet wird.
Video: "Spirit Songs - Walking in the forest"
Video: "Spirit Songs - Walking in the forest" von "SjpielseWolf" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=wz-AjD13PzU
Beschreibung des Videoclips:
This is an outdoor recording of me "singing" - I've made a couple of recordings like this, I used to have them on putfile... But putfile seems to have deleted some files for no reason lol. The bastards!
So now I'm going to upload them all here in a series, with as visual all the dolmens etc here in my direct surroundings. These pictures allways fit well, because they represent the ancestors. Since most of my inspiration omes from them, it should be as a unity.
Montag, 23. Juni 2008
Video: "P.M. Neandertal heute"
Video: "P.M. Neandertal heute" von "pmmagazin" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=r7KnZeLm-Cw
Beschreibung des Videoclips:
Entspannung für Ihre Mittagspause: Reisen Sie mit uns ins Neandertal, schauen Sie, wie es dort heute aussieht und besuchen sie überlebende Tiere aus der Zeit des Neandertalers.
Montag, 26. Mai 2008
Video: "Kum Kum"
Video: "Kum Kum" von "exvildead" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=ycwhzCx-_Jo
Beschreibung des Videoclips:
Kum Kum ist ein kleiner Junge und lebt in der Steinzeit. Wenn er frech ist, und er ist öfters frech, sperrt ihn sein Vater Pal Pal in die Vorratshöhle ein. Ansonsten lebt er ein unbeschwertes Leben mit seinen Freunden. Unter ihnen ist auch der friedliche Brontosaurus Sauro. Er ist der einzige Saurier weit und breit. Dann gibt es da noch die Rotlinge. Das sind kleine, rote Wesen von undefinierbarer Gestalt. Wenn man sie erschreckt, sind sie aber schnell wieder verschwunden.
Mittwoch, 7. Mai 2008
Vor nahezu 30000 Jahren: Säuglinge liebevoll bestattet

Mammutjäger aus der Altsteinzeit - Zeichnung von Fritz Wendler aus: PROBST, Ernst: Deutschland in der Steinzeit (1991)
Krems an der Donau (welt-der-steinzeit) - Neugeborene galten bereits in der Altsteinzeit vor nahezu 30000 Jahren Jahren als volle Mitglieder der Gemeinschaft. Dies belegt die Doppelbestattung von zwei Säuglingen aus jener Zeit, die 2005 in Krems-Wachtberg in Niederösterreich in etwa 5 Meter Tiefe entdeckt worden ist.
Die Säuglinge sind unter dem Schulterblatt eines erwachsenen Mammuts bestattet worden. Sie waren dicht mit Rötel bedeckt. Rot galt damals vermutlich als "Farbe des Lebens". Außerdem hatte man die Säuglinge mit einer feinen Perlenkette versehen.
Bei den Säuglingen könnte es sich vielleicht um Zwillinge handeln. Ob ihre Mutter bei der Geburt ebenfalls gestorben und nur wenige Meter von den Kindern entfernt bestattet worden ist, weiß man noch nicht.
In Krems-Wachtberg erforscht seit April 2005 ein Team der Prähistorischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften akribisch eine altsteinzeitliche Siedlungsstelle. In einer etwa 8 bis 15 Zentimeter starken Kulturschicht wurden Tausende von Kleinstfunden dokumentiert: Steinabsplisse, Holzkohlenreste und Knochensplitter. Sie weisen auf einen alten Unterstand mit Feuerstelle hin, in dem Knochengeräte geschnitzt und Steingeräte zurechtgehauen wurden.
Das Forschungsprojekt "Gravettienzeitliche Besiedlungsmuster an der forschungsgeschichtlich bedeutenden Position Krems-Wachtberg, Niederösterreich" wird von Univ.-Lekt. Dr. Christine Neugebauer-Maresch geleitet. Die Grabungsleitung hat Mag. Thomas Einwögerer. Beide sind Mitarbeiter der Prähistorischen Kommission (Leitung: Univ. Prof. Dr. Herwig Friesinger).
"Tempel der Wissenschaft" feiert 20. Geburtstag
Neuwied-Segendorf (welt-der-steinzeit) - Ein "Tempel der Wissenschaft" in Deutschland, der sich ausschließlich mit der Altsteinzeit befasst, hat am Pfingstsonntag, 11. Mai 2008, einen "runden Geburtstag": Das "Museum für die Archäologie des Eiszeitalters - Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen-Zentralmuseums Mainz" im Schloss Monrepos in Neuwied-Segendorf (Rheinland-Pfalz) feiert sein 20-jähriges Bestehen.
Auf der Webseite des Museums mit der Internetadresse http://www.museum-monrepos.de heißt es: "Die Altsteinzeit ist der längste und dabei prägendste Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Sie ist die Geschichte und Entwicklungphase des modernen Menschen von ca. 2,5 Millionen bis vor 7.500 Jahren. Während dieser Zeit entwickelten sich die biologischen, geistigen und kulturellen Grundlagen, die den heutigen Menschen charakterisieren. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Jäger und Sammler bis zum Übergang zur produzierenden Wirtschaftsweise der ersten Ackerbauern und Viehzüchter."
Auf etwa 1000 Quadratmeter Fläche präsentiert das "Museum für die Archäologie des Eiszeitalters" die Entwicklung des Menschen in der Altsteinzeit. Im Mittelpunkt stehen dabei Ausgrabungsergebnisse des Forschungsbereiches Altsteinzeit des RGZM. Besonders durch Exponate der weltbekannten archäologischen Fundplätze Gönnersdorf und Andernach gewährt das Museum einzigartige Einblicke in die große Zeit der Eiszeitjäger vor mehr als 15.000 Jahren.
Träger des Museums sind die "Prinz Maximilian zu Wied-Stiftung" und das "Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz" (RGZM).
Öffnungszeiten:
Von April bis Oktober:
Dienstags bis Sonntags und an Feiertagen 10.00-17.00 Uhr
Von November bis März:
Mittwoch, Sonntag und an Feiertagen 10.00-17.00 Uhr
Informationen über Veranstaltungen, Anfahrt und Eintrittspreise: http://www.museum-monrepos.de
Sonntag, 13. April 2008
Weblog "Anthropologie-Welt" gestartet

Wiesbaden (welt-der-steinzeit) - Das Weblog "Anthropologie-Welt" informiert mit Texten, Bildern und Videos über die Welt der Anthropologie. Es ist unter der Adresse http://anthropologie-welt.blogspot.com im Internet zu finden. Die Beiträge befassen sich mit neuen Entdeckungen, Erkenntnissen, Museen, Ausstellungen, Vorträgen, Personalien, Büchern, Zeitschriften, Videos, CD-ROMS, DVDs und Webseiten.
Beschreibung Anthropologie aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropologie
Anthropologie (von griechisch: ἄνθρωπος ánthropos „Mensch“ und λόγος lógos „Lehre“), ist frei übersetzt „die Wissenschaft vom Menschen“. Der Begriff geht auf den Leipziger Philosophen, Arzt und Theologen Magnus Hundt zurück. Zusammenfassend wird unter diesem Oberbegriff die wissenschaftliche Erklärung dessen verstanden, was der Mensch ist. Charakteristisch für die Anthropologie ist ihre (auf I. Kant zurückgehende) Spaltung in einen materialistisch-physischen Zweig und einen idealistisch-pragmatischen Zweig: die Naturwissenschaften beschreiben den Menschen aus der Evolutionstheorie heraus als ein zwar hoch entwickeltes, sich aber höchstens quantitativ vom Tier unterscheidendes Wesen, während die Geisteswissenschaften in der Freiheit der Entscheidung und der Selbstbestimmung, d. h. in der Personalität, das spezifisch menschliche Wesen entdecken, welches sich qualitativ vom Tier unterscheidet. In Deutschland wird unter dem Universitätsfach „Anthropologie“ im Unterschied zu den angelsächsischen Ländern ausschließlich die biologische oder physische Anthropologie verstanden.
Video: "La disparition du Néandertal"
Video: "La disparition du Néandertal" von "" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=V8d7ICPf0EY
Beschreibung des Videoclips:
Depuis que le premier corps d'un homme de Neandertal a été découvert, les scientifiques n'ont cessé de se poser des questions fondamentales. Qui sont-ils ? Auraient-ils pu rivaliser avec l'homme moderne? En voir plus sur: http://www.vodeo.tv/5-67-5384-la-disparition-du-neandertal.html?PARTID=9085
Video: "10000 B.C."
10,000 B.C. - Celebrity bloopers here
Video: "10,000 B.C." von "redragonx" bei "metacafe.com"
http://www.metacafe.com/watch/929164/10_000_b_c/
It was a time when man and beast were untamed and the mighty mammoth roamed the earth. A time when ideas and beliefs were born that forever shaped mankind. 10,000 B.C. ... More» follows a young hunter (Steven Strait) on his quest to lead an army across a vast desert, battling saber tooth tigers and prehistoric predators as he unearths a lost civilization and attempts to rescue the woman he loves (Camilla Belle) from an evil warlord determined to possess her.
Beschreibung von "10.000 B.C" aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/10.000_B.C.
10.000 B.C. (auf dt.: „10.000 vor Christus“) ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Roland Emmerich aus dem Jahr 2008, der in den ersten vier Monaten des Jahres der weltweit erfolgreichste Film war. In diesem prähistorischen Abenteuerfilm mit Elementen des Actionfilms und des Märchens befreit der Hauptdarsteller D’leh Mitglieder seines primitiven Stammes, darunter auch seine Jugendliebe, aus den Händen fortschrittlicher, „dämonischer“ Sklaventreiber.
Video: "Who Killed the Woolly Mammoth?"
Who Killed the Woolly Mammoth?
Video: "Who Killed the Woolly Mammoth?" bei "NationalGeographic"
http://video.msn.com/video.aspx?mkt=en-US&brand=&vid=3bb1849c-4ef0-4b11-8e12-f4db54f970d3
Beschreibung des Videoclips:
Scientists investigate whether a meteor could have killed the woolly mammoth.
Video: "10,000 B.C. - Clip: Mammoth Hunt"
'10,000 B.C.' Clip: "Run!"
Video: "10,000 B.C. - Clip: Mammoth Hunt" bei "msn video"
http://video.msn.com/video.aspx?mkt=en-US&brand=&vid=e41e08bf-75e7-4eb6-a36e-6556f558066f
Beschreibung des Videoclips:
In this fast-paced adventure film from Roland Emmerich ("Independence Day"), a young outcast (Steven Strait) longing for a beautiful princess (Camilla Belle) tries to save the future of his tribe -- and the princess -- from powerful invaders.
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